Grußadressen zum Hiroshima-Tag

zurück zur Übersicht und zur Suchfunktion


Hiroshimatag 2017

Tarafa  Baghajati
IMÖ - Initiative muslimischer Österreicher-innen
2017
   https://de.wikipedia.org/wiki/Tarafa_Baghajati
Früher war der Ausmaß der verheerenden direkten und indirekten Auswirkungen von Bomben und bewaffneten Auseinandersetzungen vor den Augen der Öffentlichkeit zum größten Teil verborgen geblieben. Heute erleben wir es täglich am Bildschirm in unserem Wohnzimmer und es tritt ein Gewöhnungseffekt ein, der gesellschaftspolitisch gefährlich ist.

In Syrien, wo inzwischen primär wegen Diktatur und Repressalien über hunderttausende Tote und Millionen von Flüchtlingen zu beklagen sind. Nicht nur in Hiroshima war hauptsächlich die Zivilbevölkerung Leid tragend. Auch in den kriegerischen Konflikten der Gegenwart sind vor allem Zivilistinnen und Zivilisten die am meisten Betroffenen. Mit Gewalt können keine Konflikte gelöst werden. Gewalt bringt nur Gegengewalt hervor. Alle Kriege der Gegenwart haben dies unverkennbar gezeigt.

Als Friedensbewegte stehen wir immer auf Seite der Opfer, auf Seite derer, die gezwungen sind, zu verlassen.

In Erinnerung an die Opfer von Hiroshima dürfen wir nicht müde werden, eine atomwaffenfreie Welt zu verlangen. Gerade im Nahen Osten drängt die Situation auf die Einrichtung einer atomwaffenfreien Zone. Daher verdienen alle Initiativen in diese Richtung unsere Unterstützung. Kein Staat im Nahen Osten soll Atomwaffen besitzen dürfen. Dabei sollte es keine Ausnahmen geben.

Das weltweite Engagement gegen Atomwaffen konnte heuer mit dem Beschluss über das völkerrechtliche Verbot von Atomwaffen einen wichtigen Erfolg erringen, ein wichtiger Schritt, dem weitere folgen müssen. Und es ist ein gemeinsamer Erfolg, ein Erfolg von Menschen aus unterschiedlichen Religionen genauso wie von verschiedenen Religionen und Weltanschauungen. Zum Miteinander aller Menschen, die an sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einsetzen, unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse und Überzeugungen gibt es keine Alternative.

Die Antikriegsgedanken müssen viel mehr in der EU-Politik verankert werden. Die EU darf nicht länger hier nur als Zuschauer in der internationalen Politik agieren, ansonsten kann die EU kaum noch als Friedensprojekt bezeichnet werden.




zurück zur Übersicht und zur Suchfunktion