Grußadressen zum Hiroshima-Tag

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Jetzt sind wir gefordert, das völkerrechtliche Verbot von Atomwaffen durchzusetzen!
Bericht über die Hiroshima-Aktion am 6. August 2017 in Wien

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2017
  
Hiroshima-Aktion in Wien

Trotz unbeständigen Wetters versammelten sich viele Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten am Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, am 6. August 2017 in Wien, Am Graben zu einem Gedenken an die Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasaki und forderten eine Welt ohne Atomwaffen, ohne AKWs und ohne Krieg.

Die Friedensbewegung hat diesmal auch einen Grund zur Freude: Am 7.7.2017 wurde von der UNO ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen beschlossen.

Der Träger des Alternativnobelpreises (Right Livelihood Award) Alyn Ware aus Neuseeland betonte, dass jetzt die Zivilgesellschaft genauso wie ParlamentarierInnen und BürgermeisterInnen gefordert sind, alles für eine Welt ohne Atomwaffen zu tun.“ Manfred Sauer(OMEGA / IPPNW) sagte, „ dieses Verbot ist ein erster wichtiger Schritt, aber wir müssen es jetzt umsetzen“.

Andreas Pecha, Wiener Friedensbewegung, zeigte die lange Geschichte von Friedensaktivitäten auf, „fast so lang wie die Atombombe besteht“, vom Stockholmer Appell gegen Atomwaffen bis heute.

Sonja Jamkojian, Österreichischer Friedensrat, meinte trotz der vielen weltweiten Probleme: „Es ist in des Menschen Natur, in Frieden leben zu wollen.“ „Wir brauchen Engagierte“, sagte Isolde Schönstein (Arge Schöpfungsverantwortung und zitierte ein jüdisches Sprichwort: „Wer bloß lässig ist, ist ein Bruder oder Schwester dessen, der / die nichts erreicht.“

"‘Atomwaffen sind Waffen des Terrors‘, konstatierte auch Hans Blix, der ehemalige Chef der Atomenergiebehörde. Der einzige Weg vor diesen Massenvernichtungswaffen sicher zu sein, ist ein Verbot und die Zerstörung der Waffen“, so Dr. Klaus Renoldner, der Präsident von OMEGA – IPPNW.

Ernst Toman sang Friedenslieder. Es wurden über 240 Grußadressen präsentiert, die alle auch auf www.hiroshma.at veröffentlicht sind.

Zum Abschluss wurde die Grußadresse von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen verlesen: „Denn es ist tragisch, dass wir uns im 21. Jahrhundert nicht nur der Erinnerung an eine furchtbare Zeit verpflichtet fühlen müssen, sondern erneut mit Kriegen, Gewalt, Hass und Terror konfrontiert werden. Auch direkt vor Europas Haustür. Das Leid von gestern erinnert auch an das Leid von heute, und an die Notwendigkeit von Solidarität für jene, denen geholfen werden muss.“

Die Gedenkveranstaltung für Nagasaki findet am Mittwoch, 9. August 2017 ab ca. 20.00 Uhr bei der Friedenspagode in Wien statt.



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