Grußadressen zum Hiroshima-Tag

zurück zur Übersicht und zur Suchfunktion


Hiroshima-Tag 1999

Pfarrer Hans Wührer
VOEST-Betriebsgemeinde
1999
  
Wissenschaftler, Politiker und Militärs unseres Jahrhunderts haben massenhaftes maschinelles Töten entwickelt und durchexerziert, bis herauf in unsere Tage.

Es liegt an uns Bürgerinnen und Bürgern, ob Krieg und speziell die Atomwaffen endlich geächtet werden oder - wie erschreckend in diesem Frühjahr zu erleben - ob Kriegführen pervers zu einer moralischen Handlung umgedeutet werden kann.

Dafür scheint es mir unerläßlich, daß wir unsere Wert-Vorstellungen laut äußern und entschieden leben:
• Das Leben ist heilig.
• Die Erde gehört allen.
• Die Erde hat genug für alle.
• Die Menschen sind alle Geschwister.
• Wir Menschen sind fähig zur Ent-Feindung und zu Gewaltlosigkeit.
• Erst wenn Geld als einziger Wertmaßstab abgeschafft ist, hat das Leben eine Chance ...

Wem das Leben heilig ist, der wird nicht töten.
Wer anerkennt, daß die Erde allen gemeinsam gehört, wird seine Habgier ablegen.
Wer in jedem Menschen sein Geschwister sieht, hat keinen Feind.
Wer glaubt, daß genug für alle da ist, wird sich der gerechten Verteilung widmen statt dem Krieg.
Wer überzeugt ist, daß Sprache zur Verständigung da ist, wird sie dazu benutzen.
Wenn Krieg kein Geschäft mehr ist, wird er bald der Vergangenheit angehören.

Ich wünsche uns, daß wir unbeirrbar privat und öffentlich für das höchste Gut arbeiten: Friede allen Menschen! - Und ich wünsche dieser Veranstaltung Gehör und Echo!



zurück zur Übersicht und zur Suchfunktion